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Hier zum Nachlesen die Chronik eines CW-Kurses, gestartet Mitte 2012. Letzte Beiträge jeweils ganz oben.

 

 

12.01.2014 - das Paket mit den Schul-Paddles ist da!

Nachdem von Beginn an mit dem Morse-Paddle ausgebildet wird, werden für einige Einsteiger auch ein paar Leih-Geräte benötigt. Bisher konnte der Bedarf an Schul-Paddles durch Überlassungen und Leihgaben von großzügigen Funkamateuren gedeckt werden. Gut bewährt als Ausbildungsgeräte haben sich die ETM-Tasten ab Version 5 mit integriertem Keyer mit Punktspeicher. Diese Tasten tauchen gelegentlich gebraucht bei eBay auf, haben aber ihren Preis.

Ein längere Suche nach geeignetem und leistbarem Ausbildungsgerät führte uns schließlich zu den PalmPaddles (mit CodeCubes) von PalmRadio. Der CodeCube ist ein leistungsfähiger Keyer, betrieben mit einer CR2032 Batterie. Durch Umstecken einer Brücke an der Unterseite des Keyers wird die 3,5mm Klinkenbuchse vom Schaltausgang zum NF-Ausgang. Ein Kopfhörer oder ein Aktivlautsprecher lassen sich dann direkt anstecken. Der integrierte Schallwandler (Mikrolautsprecher) ist zwar auch schon brauchbar, aber das Üben im Wohnbereich könnte für Familienangehörige strapaziös sein. Also umstecken, Koppfhörer dran, auf geht´s. Die Tonhöhe ist am Keyer einfach programmierbar, wir verwenden in der CW-Schule 500 bis 600 Hz.

Die aufschnappbare Platte mit integrierten Neodym-Magneten erlaubt ein einfaches Fixieren an bspw. Portabel-Funkgeräten. In der CW-Schule wird unmittelbar nach dem Erlernen der Zeichen die Betriebstechnik von CW-QSOs erlernt, geübt und auch praktiziert. Das portable SOTA-Funken mit leichtem Gerät ist ein wichtiger Baustein in der CW-Ausbildung. Die kleinen PalmPaddles unterstützen diesen Weg. Eine Überlegung ist auch, dass sich mit PalmPaddle und CodeCube einfachste Selbstbau-CW-Transceiver (Pixie und Co)gut tasten lassen. Mit anderen Worten: Ein PalmPaddel mit CideCube hat Potential.

Wir schildern den OMs von PalmRadio unsere Überlegungen, und treffen bei Hannes, DL9SCO von PalmRadio auf offene Ohren. PalmRadio kommt uns für unsere Sammelbestellung preislich sehr entgegen - Vielen Dank! Mit Finanzierung durch den ÖVSV Landesverband werden für die CW-Ausbildung in der CW-Schule Graz 5 Sets der "Combo MP817 + CodeCube" angeschafft.

Wenn die angehenden Telegrafisten ihre ersten CW-QSOs erfolgreich absolviert haben (und es die finanziellen Möglichkeiten erlauben), wird von den meisten CW-Schülern ein eigenes CW-Paddle angeschafft, damit werden die Schul-Paddles wieder frei für die zahlreich nachrückenden CW-Einsteiger.

Weitere Informationen zu den Paddles:
http://www.palm-radio.de/deutsch/deutsch.html

 

 

08.11.2014 - Telegrafie beim AusbildungsFieldDay

Das Erlernen der Telegrafie, die CW-Ausbildung in der CW-Schule Graz stößt auf enormes Interesse: Beim Ausbildungsfieldday des 2014er - Amateurfunkkurses in Graz gibt es 7 Ausbildungsstationen. Eine davon (betrieben von Gerhard, OE6RDD) befasst sich mit der Telegrafie. Den Teilnehmern am Amateurfunkkurs wird in Kleinstgruppen praktisch vorgeführt, wie das Telegrafieren vor sich geht. Die ersten Zeichen werden erlernt. Und wieder melden sich einige Interessenten für die CW-Schule an ...


In sieben Durchgängen zu 4-5 Teilnehmern erklärt Gerhard, OE6RDD (rechts im Bild) den Amateurfunkkurs-Teilnehmern die Telegrafie.

 

 

22.02.2013 - erste Live QSOs auf 80 mtr - direkt aus dem Kurslokal

Nach zahlreichen Übungsabenden (und Übungsstunden zu Hause) kommt es im Kurs-Lokal (Franzl Weinstube in Graz, Triesterstrasse) zur abendlichen Feuertaufe: Ein Live-QSO ist vereinbart.

Das Setup:

  • Eine geschichts-reiche Magnetic Loop von OE6AQ (sk) für 80 Meter,
    aufgestellt am Nebentisch

  • Ein Elecraft KX3-Transceiver

Nach einer nochmaligen Einweisung durch Gerhard, OE6RDD, fahren die ersten Kurs-Teilnehmer kurze CW-QSOs mit einem OM in Graz, der sich dankenswerter Weise für diese Übung zur Verfügung gestellt hat.


Glückliche Gesichter nach dem ersten CW-QSO


Volle Konzentration, die magnetic Loop am Nebentisch. Ein paar wenige Watt reichen.

Die Hürde, ein Live-QSO in CW zu fahren ist ganz erheblich - dieses einfache Setup hat manch einem den Sprung ins kalte Wasser deutlich erleichtert.

 

 

 

Berichterstattungen (via eMail) in die Runde

Über die eMail-Verteilerliste des CW-Kurses werden immer wieder längere und kürzere Berichte und Schilderungen verbreitet: Gute und nicht so gute Nachrichten über die Fortschritte beim Morsen lernen. Jede einzelne Mitteilung hält die Aufmerksamkeit beim Thema CW und ist somit hilfreich. Die stärkende Wirkung der Gruppe ist für den einzelnen Teilnehmer eine ganz wesentliche Hilfe, um auftretende "Durst-Strecken" gut zu überwinden ...

 

 

 

Eine Top-Meldung eines Teilnehmers (via eMail):
Erfolgreiches QSO mit Nordkorea in CW

“cq cq cq de kp11a kp11a” – laut und deutlich kann ich gerade diesen allgemeinen anruf auf 40m in cw aufnehmen. ich kann und will es nicht wahrhaben – wisst ihr eigentlich, was das bedeutet? nicht nur dass ich das überhaupt lesen kann, sondern nach nordkorea das most-wanted-dx.

da- wieder – eindeutig: cq cq cq de kp11a kp11a kp11a pse k! und kein pile-up!!!!! also nehme ich meinen ganzen mut zusammen, schalte den keyer ein, lege das neue begali simplex professional-paddle zurecht und mit, aus meiner sicht, high speed hämmere ich dreimal mein rufzeichen in den äther “oe6xxx oe6xxx oe6xxx”. klappt super und fehlerfrei sind die dits und das unterwegs.

ich halte die luft an und harre der dinge die auf mich zukommen.einige sekunden vergehen und am band bleibt es ruhig und auf einmal, leise aber klar aufzunehmen:”oe6xxx oe6xxx de kp11a 5nn 5nn k”.

wow, dass bin ich!!! “kp11a de oe6xxx tu 5nn 5nn k”, ganz locker und entspannt entgleiten die zahlen und buchstaben meinem daumen und zeigefinger. nach kurzer zeit noch ein “oe6xxx de kp11a xxxx tks fr qso 73 de kp11a qrz” und während ich noch ganz gebannt davon bin, jetzt wirklich in cw und noch dazu in aller ruhe das most-wanted gearbeitet zu haben, kann ich hören, wie das pile-up losbricht und ein nicht enden wollender schwall von rufzeichen und rufzeichenfragmenten auf den operator von kp11a hereinbricht.
leute, welch ein gefühl!!! entspannt lehne ich mich zurück, rauche mir eine zigarette an und nehme einen tiefen zug. und gerade als ich um meine kaffeetasse greifen will, um einen großen schluck kaffee zu trinken, passiert es….

verdammt, ich wache auf!!!!!! vorbei mit den hochgefühlen und die realität hlt mich ein: noch immer kein paddle – bruno (begali) hat mir erst vorgestern eine email geschickt, dass sich die lieferung noch weiter verzögern wird. aber das ist ja noch das kleinste problem – immerhin gibt es da ja noch ein leihpaddle oder das selbstgestrickte. vielmehr hängt es an fähigkeiten, die zeichen zu lesen – da hängt es bei mir gewaltig. cw liegt mir nicht, ich höre das einfach nicht. ich kann es zwar nicht verstehen, denn bei rtty kann ich bspw. ein cq eindeutig erkennen…

und beim geben gehts mir auch nicht besser: kennt ihr den unterschied zwischen einem b, einer 6 und einem nicht definierten zeichen mit vielen punkten zuviel nach dem strich – theoretisch ich auch. aber mein daumen definitiv nicht, dem ist es relativ egal, wieviele punkte das werden! und weil ich den typischen klang eines b und einer 6 definitiv nicht höre, kann das gehirn dem daumen auch nicht den notwendigen stoppbefehl erteilen. in etwa sieht es dann so aus, wenn ich 6er übe: BBBB6   B BBB6   B (das Leerzeichen hier im text  steht für ein angefülltes kasterl im keyerdisplay und bedeutet eigentlich nichts anders als, dass ich einen sch.. gegeben habe und schon wieder mal mindestens ein punkt zuviel war).

auch die übungsregeln bzw. deren befolgung gelingt mir nicht so ganz. also ehrlich, täglich schaffe ich nicht!!!
aber ich will das und ich werde nicht aufgeben!!!!!!!!!!!!! den gefallen tue ich mir und euch nicht! basta.

 

 

 

Ein Teilnehmerbericht (via eMail) - Öfter mal schnell

Nun, ich selber bin noch nicht soweit mein Rufzeichen zu geben, ich wurschtel mich da mit dem normalen Training durch und bin leider auch nicht so konsequent, day by day – the course, ok – zu machen.

Zumal ich auch einige frustrierende Einheiten hinter mir hab, da ich bei der effektiven WPM 9 und dann 7 eingestellt hab. Das war nur Stress und in meinem Kopf gings kreuz und quer. War mehr damit beschäftifgt 1-2 Zeichen hinterherhinkend aufzuschreiben … *brrr Dann die Erkenntnis, mach langsamer und somit bin ich wieder auf 15/3 runtergegangen (beides effektiv – 15 wpm tu ich schon noch brav, langsamer bringt nix)

Eine Massnahme hat mir aber sehr geholfen, das Training mehr in “Jetzt hab i grad Zeit und tus” umzusetzten. Danke an Tom, OE6TZE für seinen hilfreichen Hinweis auf LCWO.net. Nachdem ich recht viel Zeit vorm Computer verbringe – die CW Programme bei mir aber erst nach Neustart und booten von Windows voll funktionsfähig zur Verfügung stehen ist das immer eine Überwindung bzw, kann/will ich Linux nicht runterfahren, da ja die gebrauchten Programme grad laufen.
Welche Erleichterung ist es da, nur mal schnell im Browser die Seite http://www.lcwo.net aufzumachen und hop hop hop schnell eine session durchzuüben !
Das hilft mir, öfter mal schnell was zu tun.

Kann ich jedem empfehlen.

Soviel mal von meiner Seite. lcwo.net ist nebenher offen und ich geh jetzt eine schnelle Runde an.

 

 

 

Ein Input (via eMail) von Klaus, OE6KYG - unserem Instruktor

Morseweltmeisterschaft…
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=2942df3e-3a38-49ce-be0a-d3a99ff02e8e

 

 

 

Teilnehmerbericht (via eMail) vom 21.10.2012

Liebe Telegraphisten,

gestern habe ich meine “Sünden” der letzten Tage gebüßt. Ich habe erfahren, was es heißt, nicht konsequent zu üben. Ich verstehe jetzt deutlich besser, warum es so wichtig ist, dran zu bleiben. Wirklich jeden Tag zu üben, und wenn es einmal nicht möglich ist, das schnell wieder nachzuholen und! zusätzlich zu üben.

Wie hat sich das bei mir abgespielt:

am 16.10. wenig geübt
am 17.10. wenig geübt
am 18.10. nix geübt
am 19.10. nix geübt
am 20.10. der Tag der Erkenntnis.

Ich brauchte gestern insgesamt 27 x 2 Minuten Hör-Training und zusätzlich einige Hör-Einheiten an der lcwo.net Morse-Machine, bis ich wieder dort war wo ich schon einmal war. Es gibt zwar die Theorie, dass es auch zwischendurch einmal so was wie Lern-Plateaus gibt, aber das ist bei mir in dem Fall leider keine gültige Erklärung. Ich habe einfach zuerst 2x wenig und dann gar nicht geübt …

Die gute Nachricht: Mit einem kleinen Kraftakt (27 x 2 Minuten im Laufe eines Tages) konnte ich das reparieren. Das war aber ziemlich! anstrengend. Jetzt/heute geht es wieder ganz gut dahin.

Ich trainiere unverändert mit der Koch-Zeichenfolge und Speed-Einstellung 18 / 3 wpm in lcwo.net, das entspricht sehr genau dem Vorgehen mit dem Lernprogramm G4FON. Ich fühle mich aber sehr fern der Fähigkeit, irgendwelche QSO-Fragmente zu lesen. Bis zu unserem gemeinsamen Donnerstag hoffe ich, im Zeichensatz noch ein gutes Stück weiter zu kommen. Muß ja wirklich nicht perfekt sein (für mich ein bissl eine Herausforderung, damit umzugehen ;-) Solide 90% reichen ja auch aus, um weiterzuschalten zum nächsten Zeichen, zur nächsten Lektion.

Ich singe vielleicht etwas zu wenig, höre kaum QSOs, gebe nur gelegentlich – und konzentriere mich voll darauf, den Zeichensatz (“Phase
1″) endlich in den Kopf zu bekommen.

Was ich inzwischen gefunden und mit großem Genuss gelesen habe: Fabian Kurz, DJ1YFK, der Programmierer von lcwo.net hat auf der HamRadio 2011 einen Vortrag gehalten, siehe

http://fkurz.net/ham/fn2011/

Mein Ratschlag: Lest zuerst die deutschsprachigen Folien in Ruhe durch, und anschließend die englisch-sprachige Präsentation mit den zusätzlichen Vortrags-Anmerkungen. Super interessant aus meiner Sicht ...

Herzlichen Sonntags-Gruß an die ganze Runde
Tom, OE6TZE

 

 

 

Bericht (via eMail):
CW PileUp am Rennfeld und Friessenkogel/Teichalm

Werner, OE6VWG und Gerhard, OE6RDD (am Rennfeld) und Klaus, OE6KYG (am Friessenkogel) und weitere bergtaugliche Amateurfunkbegeisterte waren bei herrlichem Wetter auf den Bergen. In SOTA-Manier  (SOTA = Summit on the Air, Funken vom Berg) haben Gerhard und Klaus erlebt, dass in SSB nur wenig zu machen ist, hingegen in CW ein schöner PileUp losbricht.

Klaus, OE6KYG mit KX3 im CW PileUp am Friessenkogel, Teichalm

Gerhard, OE6RDD mit KX3 im CW PileUp am Rennfeld

Herrlicher Ausblick vom Rennfeld, SOTA-Funken bringt´s

 

 

 

Die ersten "eigenen" Morsetasten finden sich ein

Die Kursteilnehmer bestellen sich so nach und nach ihre eigenen Morse-Padlles. Gebraucht, neu, von unterschiedlichsten Herstellern. Klaus, OE6KYG hat die Produkte von Begali besonders empfohlen. Seine Empfehlung war, sich EINE gute Taste EIN MAL zu kaufen. Markant ist an den Begali-Tasten der extrem harte Anschlag der Hebel im Vergeich zu anderen Tasten. Mag nicht jeder, muß aber jeder selbst heraus finden, was ihm gut "liegt". Deshalb: Anfangs Taste ausborgen, und viel ausprobieren.

Mein Begali-Taste ist nun etwa eineinhalb Wochen nach der Bestellung/Bezahlung (per PayPal) eingetroffen. Die Kommunikation mit dem Hersteller (Frau Bruna Begali) war hervorragend, die Versandverpackung war top, und die Taste selbst: Feinstes Handwerk.

http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/11/hpfixgal_4_neue_modelle_expedition_27_06_2012_16_30_14.jpg

Begali Expedition. Silberkontakte, magnetische Rückholung der Hebel,
alles fein einstellbar. Gewicht 1.33 kg, mit Anschlussbuche 3,5mm hinten

Bin sehr zufrieden, das Üben macht mit dieser edlen Taste noch ein bissl mehr Spaß. 

 

 

 

Telegrafisten der Meere, Audio

Martin, OE6JXG hat im Web eine wunderbare Dokumentation rund um´s Thema Seefunk/Telegrafie aufgestöbert: DLF (Deutschlandfunk) und DLR (Deutschlandradio Kultur) haben zu nächtlicher Stunde eine feine mehrteilige Dokumentation ausgestrahlt. Die ganzheitliche Befassung mit dem Theme Telegrafie führt einen an unterschiedliche Stellen im Ozean des Wissens ...

Seefunk:  Eine der ersten Anwendungen der Funktelegrafie

Die Verbindung zu den Schiffen auf den Meeren, die Möglichkeit für Notrufe und Rettungsmissionen ist erst durch den Seefunk entstanden. Der zugehörige Berufsstand:  Schiffs-”Funker”. Dieser Beruf ist de facto um 1996, also nach rund 100 Jahren, endgültig ausgestorben. Die Küstenfunkstellen wurden geschlossen, diese “Close-Downs” waren für alle Betroffenen und Beteiligten sehr bewegend.

Beginn und Ende eine Ära – hier in einer wunderbaren Hörfunksendung beschrieben.

http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/11/cargo_asie_1922_.jpg
Seefunkstelle 1922 auf einem Frachter, Bild: WikiPedia

Ein Stream ist zu finden unter
http://livingscoop.com/watch.php?v=MjQ3OQ

Leichter geht´s, wenn man sich die dreiteilige Doku als. mp3 auf den lokalen Rechner lädt (sind etwa 3x 25MB), passt gut auf einen .mp3-Player:
http://www.seefunknetz.de/dwnload_1.htm

Ich habe mir diese Dokumentation auf eine CD gespeichert. Bei längeren Dienstreisen  mit dem Auto höre ich mir gerne Hörbucher und Dokumentationen an, um damit die langen Fahrzeiten einigermaßen sinnvoll zu nutzen. Die beinahe 3 Stunden habe ich mir im Laufe einiger Wochen tatsächlich mehrfach angehört.

Weitere Informationen

Eine großartige Sammlung von Informationen rund um den Seefunk:
http://www.seefunknetz.de/

Eines der Schiffe, welches unter katastrophalen Umständen gesunken ist:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Gustloff_%28Schiff%29

Einige Impressionen von Installationen der Nachfolge-Technologie im Seefunk. Auch geöffnete Satelliten-Antennen mit dem beweglichen planaren Antennenarray sind zu sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=tXbNlH36pJA&context

Bericht über Norddeich Radio:
http://www.youtube.com/watch?v=zwJiELx1K2Y

Video über Portishead Radio
http://www.youtube.com/watch?v=owTO7RAuPmE&feature=related

Eine markante Gebeweise, man beachte die Handhaltung im Umgang mit der Vobroplex-Taste

Denice Stoops (“DA”) gibt hier den CloseDown einer Küstenfunkstelle bekannt:
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&NR=1&v=RYhrSEERvbI

“DA” ist als Amateurfunkerin aktiv:
http://www.youtube.com/watch?NR=1&feature=endscreen&v=V3zwOZkYe_Q

 

 

 

2. CW-Kursabend am 11.10.2012

Die überaus lernwiligen noch-nicht-Telegrafisten sind nun auf drei Gruppen aufgeteilt, um einerseits die Betreuung durch Instruktor Gerhard, OE6RDD optimal zu gestalten – aber auch um berufliche und private Dinge gut unter einen Hut zu bringen. Man trifft sich in der Franzl Weinstube in Graz (Triester-Straße), beginnend jeweils um 18:00 Uhr / 19:00 Uhr / 20:00 Uhr.

Wieder sind alle mit Eifer dabei, und ein weiterer Amateurfunkkollege ist dazugestoßen, um in den Kurs einzusteigen. Instruktor Gerhard sitzt mit der jeweiligen Gruppe am großen Tisch, alle haben ihre Morsegerätschaft (ganz unterschiedlich, nach Verfügbarkeit Keyer, PC oder Portabelfunkgerät) in Betrieb. Die übrigen OMs unterhalten sich (leise) an einem anderen Tisch, stärken sich ein wenig, hören teilweise den Morsezeichen zu, zeigen sich gegenseitig Gerätschaften und diskutieren leise über dies und jenes.

Im Auftrag  von Peter, OE6PCD habe ich seine Taste und sein Portabel-Funkgerät (Icom IC-703) mit Akku auf einem Tisch aufegstellt, damit die Kollegen die Taste und das Gerät ein wenig ausprobieren können. Alle Kursteilnehmer wollen und sollen möglichst viele verschiedene Arbeitsgeräte (Paddles) kennen lernen und ausprobieren.

http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/10/twinkey.jpg
KENT TwinKey, ein sehr schönes Teil. kostet so um die
150,- Euro inklusive Steuer und Versand.

Dann gehts wieder los, es ist 20.00 Uhr: Ich bin in der dritten Lerngruppe gelandet, diese besteht aus Gerhard + Christian, Werner, Peter, und mir.

Platz beziehen, Gerätschaft zum piepsen bringen, Bitte um Aufmerksamkeit:

  • Morsezeichen – Singen / Sagen / Schreiben / Geben … irgendwie ist das (ungewohnte) Singen auch recht witzig.
  • nruiktr n. mnwak w r.no mnn wrnk t aupkrs . pmo t jask … das wird von Gerhards Platz aus gegeben, wir schreiben mit.

Das eigene Geben, und zwar von Anfang an aus dem Kopf, ohne vorheriges Aufschreiben:

  • ein Zeichen das unser Instruktor gibt nachgeben
  • das eigenes Rufzeichen,
  • Vornamen,
  • den Vornamen eines weiteren OMs am Tisch.

Einige meiner Erkenntnise im Zuge dieser Übungsstunde:

  • Meine Pausen zwischen den Zeichen müssen viel länger und auch möglichst gleich lang werden, sonst kann mich auch ein Profi wie Gerhard nicht aufnehmen.
  • Vor dem Senden werden immer ein paar vvv´s gegeben.  Zum Einstellen der Geschwindigkeit, zum Check der der Tonhöhe, etc. 
  • Wir sollen das Tempo zwischendurch etwas höher drehen, bis an die Grenze dessen, was wir noch halbwegs fehlerfrei geben können.
  • Eine Irrung, ein Gebefehler, wird durch einige Punkte (mehr als 5) erkennbar gemacht, oder durch eine kurze Pause und dann einige  e e e ´s mit sehr großem Abstand

Die Zeit ist schnell um, aber ich habe viele wichtige Tips bekommen. Und auch (oder – tröstlicherweise) gesehen, das es uns allen ähnlich "gut" damit geht, die Morsezeichen zu lernen. Es dauert halt einfach seine Zeit.

Gerhard hat sich einige Notizen gemacht, und wird beim nächsten mal schon eine Abkürzungsliste mitnehmen. Er möchte in absehbarer Zeit mit Transceiver auf 80m die ersten QSOs mit uns fahren. Das ist das gemeinsame Ziel.

Nächster Termin Donnerstag 25. Oktober 2012 – und wir freuen uns schon alle sehr darauf.  Bis dahin wird wieder allein geübt.

 

 

 

Morsegeräte und Mehr, eMails im September/Oktober 2012

Die Kursteilnehmer stehen via eMail untereinander in guter Verbindung. Was man dabei so erfährt: Alle Teilnehmer sind dabei, sich ihre Übungsgerätschaft zusammen zu stellen. Kurz entschlossen werden Tasten gebaut, Bau-Anleitungen untereinander ausgetauscht, Weisheiten (oder Vergleichbares) verbreitet, kurz und gut – es ist viel Energie in der Gruppe.

Die ganzheitliche Befassung mit dem Thema Telegrafie resultiert im Eigenbau einiger Morsegeräte. Einige dieser Geräte sind entstanden, um die Zeit bis zur Beschaffung eines guten Paddleszu überbrücken. Na ja, und Spaß macht das basteln natürlich auch.

  http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/10/eigenbau-paddle_oe6ale_dsc04519_.jpg
Eines der ersten Eigenbau-Übungsgeräte. Zur Verwendung mit dem Programm EhoCW als Keyer

 http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/10/eigenbau-paddle_oe6lcf_sam_3421.jpg
Ein weiteres Paddle, hervorgegangen aus einer Bau-Anleitung (Clippers hier klicken) und dem Willen,
bis zur Lieferung einer HighEnd-Taste einmal ein Übungsgerät zur Hand zu haben

 http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/10/eigenbau-paddle_oe6eoe.jpg
Ein Paddle mit Keyer “on Board”

Alle selbst gebauten Paddles waren und sind für die ersten Gebe-Übungen geeignet.

Viele OMs haben sich Paddles ausgeborgt, CW-Lehrer Gerhard (OE6RDD) hat mehrere an die Kursteilnehmer verliehen.

 

Pin-Belegungen für Tasten am PC (eMail-Info 1. November 2012)

Die PC-Keyer-Programme EhoCW und MorseKeyer benötigen folgende Anschaltung eines Paddles (mit 6,3 oder 3,5 mm Stereo-Klinkenstecker) an den 9poligen SubMinD-Stecker einer seriellen Schnittstelle:

  • Spitze = Punkt-Kontakt = Pin 8
  • Mittlerer Ring = Strich-Kontakt = Pin 6
  • Masse-Ring = gemeinsamer Kontakt = Pin 4

Firma Neuhold Elektronik in Graz verkauft günstig alles nötige Material zum Herstellen eines Anschlusskabels bzw. Adapters.

Der Anschluss einer elektronischen Taste (mit integriertem Keyer, bspw. die ETM-Tasten) erfolgt an SubMinD9-Pin 8 (= Spitze beim Klinkenstecker, Punkt-Kontakt beim Paddle bzw. beim Funkgerät) und SubMinD9-Pin 4 (Common für die Kontake an der seriellen Schnittstelle, Masse beim Paddle bzw. Funkgerät). Achtung: Bei den ETM-Tasten ist die Masse das Gehäuse, aber an der seriellen Schnittstelle am PC werden zwei Handshake-Leitungen verwendet, diese entsprechen nicht der PC-Gehäuse-Masse. Wenn zusätzlich bspw. der Mithörausgang einer ETM-Taste (tlw. Chinch-Buchse) am PC angeschlossen werden soll, so ist eine galvanische Trennung der Audio-Leitung (bspw. durch einen kleinen NF-Übertrager) nötig.

 

Neben der Hardware-Information wurde aber auch einiges an lesenswertem “Denk-Stoff” via email verbreitet und durchstudiert, so beispielsweise die beiden folgenden Telegrafie-Bibeln:

Auch der PicoKeyer von QRP-Projekt stösst auf großes Interesse. Siehe

 

Ein weiterer CW-"Arbeitsplatz" sieht so aus: CW-Übungsplatz mit den Programmen G4FON, MorseKeyer oder EhoCW, CWGet und Just Learn Morse Code. Das Paddle ist von eionem netten OM ausgeborgt, und via Serial-USB-Konverter am Notebook angeschlossen.

 http://tomzurkcw.files.wordpress.com/2012/10/20120930_foto_cw-workbench_tom-oe6tze.jpg

Eine Sichtung aller möglichen und unmöglichen PC-Programme hat – neben G4FON – auch ergeben, dass das von unseren Instruktoren empfohlene Programm CWGet von UA9OV, aktuell Version 2.29, eines der besten Progarmme zum Mitlesen/Dekodieren und Visualisieren von Telegraphie-Signalen ist. Sehr schnell im Dekodieren, sehr fehlertolerant (liest auch meine noch dilettantische Gebeweise brauchbar mit) und sehr anschaulich durch die Grafik-Fenster.

Die Euro 35,70 welche per Paypal / Kreditkarte oder ähnlichem zu bezahlen sind, zahlen sich unbedingt aus. Der Registrierungscode kommt nach der Online-Bezahlung binnen Minuten via eMail daher, das Programm läuft sehr stabil. Für mich ist es eine echte Hilfe bei der Kontrolle / Verbesserung meines eigenen Gebens. Das Programm liest das Audio-Signal (über Mikrophon! oder Soundkarteneingang) besser mit als alle anderen derartigen Programme.

Nun noch was Heiteres zum Schluss: Wirklich bemerkenswerte Tasten/Paddles/Keyer gibt´s zu sehen unter

Die Videos sind jeweils mit einem Mausklick auf die Tasten-Bezeichnungen in der rechten Spalte zu erreichen. Ein Highlight dabei ist der Vacuum cleaner semi-automatic bug ;-)

Und insgesamt sprechen sich alle Kursteilnehmer gegenseitig Mut zu, eifrig zu üben, nicht locker zu lassen …

 

 

 

1. CW-Kursabend am 27. September 2012:

Die Zahl der Anmeldungen zum CW-Kurs ist in den letzten Wochen weiter gestiegen – die Runde, die sich im Gasthaus Gösser in Graz zusammenfindet ist erfreulich groß.
Gerhard und Klaus beim KickOff des CW-Kurses

Gerhard, OE6RDD hat bereits Erfahrung als Telegrafie-Lehrer, und Klaus OE6KYG unterstützt Gerhard als Instruktor. Gerhard erläutert uns sein Kurs-Konzept:

Der Übungsplan

  1. Hören – Rhythmus nachsingen
    (daaah – daaah – da, gleicher klang lang und kurz, kein di-dit)

  2. Hören – Sprechen

  3. Hören – Schreiben (mit der Hand)

  4. Geben

  5. Hören – Geben (wie Frage, Antwort)

Das Singen ist natürlich ungewohnt, aber auch lustig. Gerhard vertritt die Ansicht, dass alle Sinne eingebunden sein sollten. Das Lernen eines Musikinstruments erfolgt ja auch nicht in der Weise, dass man ein Jahr nur hört und danach erst den ersten eignen Ton spielt. Daher ist auch von Anfang an das Geben mit integriert in den Übungen. Auch eine Frage des “Spaß haben – und dabei bleiben” ...

 

 

Wir sehen einige interessante Videos rund um´s Thema Telegrafie. YouTube gibt einiges her.

 

Gearbeitet wird mit der KOCH-Zeichenfolge mit FARNSWORTH-Timing. Die Zeichen selbst werden mit 15 wpm gegeben und gehört, der Zeichenabstand ist aber auf 1 wpm vergrößert. Anmerkung: Die Umrechnung von Zeichen pro Minute (cpm) in Words pro Minuten (wpm) erfolgt mit dem Normwort PARIS, es ergibt sich daraus 1 wpm = 5 cpm.

Wir arbeiten mit folgenden Tools …

Das Geben mit dem Paddle ist integraler Bestandteil dieses Kurses. Klaus gibt uns einige Links zu interessanten Tasten bzw. Lieferanten, und erläutert die hohe Qualität der Begali- und Scheunemann-Tasten.

Einstellung des CW-Lernprogramms nach KOCH, G4FON Version 9:

Setup / General Setup

  • Straight key Fist = Good
  • Speed Dither = 5 wpm
  • Effective Speed = Each Character
  • Rig Control Port = off
  • Session Length = 5 (Minuten)
  • Starting Delay = 2 (Sekunden)

Einstellungen auf der Hauptseite des Programms

  • Display Delay =  0 (Sekunden)
  • Pitch = 550 (Hz)
  • Characters = 2
  • Actual Character Speed (wpm) = 15
  • Effective Code Speed (wpm) = 1
  • Noise Level = off
  • Signal Strenght = ca. 7 (Lautstärke)

 

Die Tonhöhe von 550 Hz ist absichtlich so niedrig. Früher arbeitete man mit deutlich höheren Tonfrequenzen, dabei ermüdet man aber schneller.  Auch ist die Erkennbarkeit von Telegrafiezeichen bei einer niedrigeren Tonfrequenz deutlich besser. Enstpricht einer äquivalenten (Sende-)Leistungssteigerung von etwa 2 dB. Siehe dazu auch den Vortrag von Fabian Kurtz auf der HAM RAdio 2011 unter http://fkurz.net/ham/fn2011/#de

Die Empfehlung ist in Einheiten von 5 Minuten zu lernen/üben, und bei 90% Fehlerquote das nächste Zeichen dazu zu nehmen. Durch die fortlaufenden Wiederholungen reichen 90%. Gerhard und Klaus legen uns das tägliche Üben eindringlich nahe.

Als Mitleseprogramm empfielt sich CWGET, siehe http://www.dxsoft.com/de/products/cwget, kostet etwa 40€

Als Keyer kann Verwendung finden:

  • eigenes Funkgerät

  • MFJ CW Keyer/Reader, der MFJ-464 kostet ca. 260€

  • Keyer von QRP-Shop,
    siehe http://www.qrpproject.de (Keyer Bausatz kostete 29€ und Gehäuse 17€)

  • Keyer Bausatz WKUSB,
    siehe http://www.k1el.com (kostet 79$)

Wir erarbeiten gemeinsam in der Gruppe die ersten drei Zeichen (m, k, r) um mit dem System in die Gänge zu kommen, und vereinbaren auch dass wir uns gegenseitig (via eMail) motivieren werden. Dann trennen wir uns zuversichtlich und mit guter Laune.  In 14 Tagen sehen wir uns wieder.

 


 

2011, und Sommer 2012:

Bei den monatlichen Club-Abenden des ÖVSV, Landesverband Steiermark, Ortsstelle Graz (ADL601) im Gasthaus GÖSSER in der Neutorgasse trifft man viele nette und erfahrene Funkamateure. Einige OMs (Abkürzung für Old Man, Funker) betreiben das Telegrafieren sehr aktiv. Klaus, OE6MY meinte etwa: "Nach etwa 1000 QSOs geht´s dann recht leicht von der Hand, bis dahin ist´s immer wieder ein bissl anstrengend".

Nachdem sich beim Z´samm-Sitzen die Zahl der am Morsen interessierten Funkamateure über die Wochen und Monate immer weiter vergrößert hatte, ergriff Werner, OE6VWG (Obmann des ADL601) die Initiative und stellte kurzerhand einen Morsekurs auf die Beine. Gerhard, OE6RDD und Klaus, OE6KYG erklärten sich bereit, einen bei einem Telegrafie-Kurs zu unterrichten.

 

 

(OE6TZE)

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